Die Lern-Praxis-Werkstatt in Weinheim als Beispiel für gemeinwohlorientiertes Unternehmertum und berufliche Integration.
Viele Unternehmen suchen händeringend nach Personal und Nachwuchskräften. In der Praxis greifen sie dabei jedoch häufig ausschließlich auf etablierte Wege der Personalgewinnung zurück. Die Zeit, die Ressourcen und manchmal auch der Mut, sich alternativen Zielgruppen zuzuwenden, fehlen.
Dabei gibt es gerade hier in unserer Region zahlreiche Initiativen, mit denen Unternehmen kooperieren könnten, um frühzeitig Kontakte zu Jugendlichen – mit und ohne Migrationshintergrund – aufzubauen. Solche Kooperationen eröffnen nicht nur neue Wege der Fachkräftesicherung, sondern ermöglichen auch, sichtbar gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.
Ein besonders gelungenes Beispiel dafür ist die Lern-Praxis-Werkstatt (LPW) in Weinheim. Hinter diesem Angebot steht die Regionale Jugendagentur Job Central e.V.. Sie zeigt als Trägerin der Jugendberufshilfe, wie sich berufliche Integration, soziale Innovation und gemeinwohlorientiertes Handeln wirksam verbinden lassen. Mit der LPW begleitet Job Central Jugendliche und junge geflüchtete Menschen praxisnah bei der Berufsorientierung und beim Übergang in Ausbildung und Arbeit. In vielfältigen Workshops und Werkstätten werden praktische Fähigkeiten vermittelt und die Teilnehmenden gezielt auf das Berufsleben vorbereitet. Die Lern-Praxis-Werkstatt steht exemplarisch für soziale Innovationen in der Praxis: Sie verbindet Bildungsarbeit, Integration und Fachkräfteentwicklung auf innovative Weise. Gleichzeitig zeigt sie, wie gemeinwohlorientiertes Unternehmertum konkret aussehen kann – nämlich dort, wo wirtschaftliche Bedarfe und gesellschaftliche Herausforderungen zusammen gedacht und nachhaltig gelöst werden.
